Bergbauwanderweg Münstertal
Das Münstertal ist Teil einer geologischen Bruchzone, die schon vor über 200 Millionen Jahren aktiv war.Ähnlich dem Rheingraben hat sich damals ein Graben in WNW-OSO-Richtung gebildet, dessen Ränder staffelförmig anstiegen. Die morphologischen markanteste Spur dieses Grabens verläuft durch das Untermünstertal, das Muldener Tal, über das Krinnerloch hinüber ins Aiterner-Tal, wird also auf fast der gesamten Linie von Bächen nachgezeichnet, die das in diesem Bereich schon zerbrochene Gestein leicht ausräumen konnten. Nach dem Zusammenfluß von Neumagen und Talbach öffnet sich das Tal auf eine Breite von durchweg 400m und ereicht nach 6km zwischen Staufen und Grunern die Rheinebene. Bei klarem Wetter reicht der Blick bis weit in die Rheinebene. Jenseits des Rheintals erheben sich die Vogesen, besonders markant mit der höchsten Erhebung, dem Großen Belchen, nach Norden schließen sich der Kleine Belchen und Hohneck an.

Der Laisacker-Gang, auf den dieser Stollen angesetzt war, zieht von der Schwärzhalde in südwestlicher Richtung ins Tal herunter.Die Länge des Ganges beträgt um 200m, die Mächtigkeit weniger als 1m. Der vor uns liegende Stollen zeugt von der Hoffnung, in größerer Tiefe doch noch reichhaltigere Erze zu finden. An das erst in späterer Zeit betonierte Stollenmundlochschließt sich ein etwas winklieger,jedoch recht geräumige Stollen von 55m Länge an,der in Schlägel- und Eisen-Arbeit aufgeführt ist. Auf diese kurze Erstreckung konnte der weiter oben am Hang gelegene Gang natürlich noch nicht erreicht werden, so daß anzunehmen ist, daß äusere Einflüsseden weiteren Vortrieb aufhielten. Das Alter des Stollens ist unbekannt, doch kann man aufgrund der Höhe und Breite des Stollens auf ein relativ junges Alter schließen, d.h. etwa Beginn des 18.Jahrhunderts.

Dieser Erzgang verläuft in nordöstlicher Richtung und ist auf eine Länge von etwa 250m bekannt. Seine Mächtigkeit beträgt nur ca. 25cm, dennoch scheint sich der Abbau durchaus gelohnt zu haben, da die Spuren der bergbaulichen Tätigkeit recht bedeutend sind. So beginnt z.B. unterhalb des Weges im Niveau des dort vorbeiziehenden Hangkanals ein Stollen, der noch auf einer Länge von 30m begehbar ist. Hier sieht man auch den Anfang eines Abbaus in der Firste, doch ist ein weiteres Vordringen nicht möglich, da der Stollen gänzlich verbrochen ist.
Der Leopldstollen ist querschlägig auf den Herrenwaldgang angesetzt, d.h.er
verläuft er fast senkrecht zu diesem und ereicht ihn nach 280m. Im Gang selbst ist er nach Nordosten und Südweseten jeweils etwa 100m aufgefahren, Abbaue befinden sich nur über dem Stollen.Vor dem Stollenmundloch des Leopoldstollens ist auf weiter Fläche Haldenmaterial verbreitet, das gelegentlich noch schöne Stücke von derbemErz enthält. Gut erahltene Kristallstufen sind hier allerdings nicht zu erwarten, da durch Planierarbeiten und das Befahren mit schweren Holzfahrzeugen empfindliche Kristalle kaum erhalten geblieben sind.
Das Schaubergwerk erschließt den Besuchern nur einen kleinen Teil der ehemaligen Grube Teufelsgrund, nämlich etwa 650m des Fridrichstollens im Schindlergang. Dieser Stollen wurde erst in der letzten Betriebsperiode aufgefahren, er stellt daher eine relativ moderne Arbeit dar. Auf den ersten Metern mußte der Stollen gegen nachbrechendes Gestein durch Ausbau gesichert weden.