Kalimuseum Buggingen
 

Geschichte

Im Jahr 1904 wurde bei Mulhouse/Elsass durch Tiefbohrungen ein hochwertiges Kalisalzlager entdeckt, das zur Grundlage eines florierenden Kalibergbaus am südlichen Oberrhein wurde. Auch auf der badischen Rheinsteite wurde 1912 durch Untersuchungsbohrungen bei Buggingen in 712m Tiefe ein 4m mächtiges Kalilager gefunden. Die erschließung und die Ausbeutung der Kalisalzlagerstätte übernahm die 1922 gegründete bergrechtliche Gewerkschaft Baden, mit dem Kalisalzbergwerk Buggingen. Das Kalisalzlager wurde durch die Schächte 1 (Baden), 2 (Markgräfler) und 3 (Heitersheim) bis in 1100m Tiefe erschlossen und abgebaut. 50 Jahre lang war das Kaliwerk ein bedeutender Industriebetrieb in der Region. Mit bis zu 1200 Beschäftigten war es seinerzeit das größte Bergwerk in Süddeutschland. Am 30. April 1973 wurde das Kalisalzbergwerk Buggingen aus wirtschaftliche Gründen geschlossen, die Schächte verfüllt und die Werksanlagen fast vollständig abgerissen. Insgesamt förderte das Werk 17 Mio. Tonnen Rohsalz und bereitete es in der „Fabrik“ zu Kalidünger auf. Außerdem wurden Brom und Streusalz erzeugt. Letzter Besitzer war die Kali und Salz AG, Kassel. Heute erinnern nur noch die weithin sichtbare Rückstandshalde „Monte Kalino“, die ehemalige Werkskantinee, das Verwaltungs-gebäude und einige Werkswohnhäuser an den einst blühenden Kalibergbau. Der Bergmannsverein Buggingen hat sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung und die bergmännische Tradition dieses Kalisalz-bergwerks wach zu halten. Kalimuseum und Besucherstollen bieten den suchern Einblicke in die Geschichte einer interesten Bergbauepoche im Markgräflerland.

 

Kalimuseum

Die wechselvolle Geschichte des Kalibergbaus in Buggingen ist auf Schautafeln und in Vitrinen dargestellt. Historische Originalaufnahmen und Exponate aus der Betriebszeit des Werkes zeigen den Weg des wertvollen Mineraldüngers von der Gewinnung des Rohsalzes in der Grube, über die Aufbereitung in der „Fabrik“, bis zum Versand an die Kunden. Video-Filme informieren über die Anfänge, den Betrieb und das Ende des Kalisalzbergwerks Buggingen sowie über die deutsche Kaliindustrie.

Besucherstollen

Im Jahr 2001 konnte der Bergmannsverein einen alten verfallenen Stollen erwerben, der ursprünglich als Eiskeller und im Zweiten Weltkrieg als Luftschutzstollen für die Bevölkerung genutzt wurde. In 3-jähriger Bauzeit haben ehemalige Kalikumpel in mühevoller Handarbeit den Stollen freigelegt, erweitert, bergmännisch ausgebaut und mit originalen Bergwerksmaschinen und Geräten ausgestattet. Das ca. 110 m lange Streckennetz des Stollens ist mit Eisen- und Holzausbau gesichert sowie mit Grubenbeleuchtung, Signalanlagen und Grubengleisen ausgerüstet. Den Besuchern kann an voll funktionsfähigen Maschinen wie Stegkettenförderer (,‚Panzer“), Schrapperhaspel und Bohrmaschinen ein Eindruck über die Arbeitsweise der Bergleute und den Grubenbetrieb vermittelt werden.

 

Öffnungszeiten:

Sonntags 15 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung

Eintritt frei

Besucherstollen: Nur nach Vereinbarung
Einritt frei

Information:

Kalimuseum Buggingen, Am Sportplatz 6a,
79426 Buggingen

Tel.: 07631/18030

URL: www.buggingen.de

Neues Museumsgebäude